17 tunesische Migranten abgeschoben. Rückkehrhilfe aus Steuermitteln

Nachrichten zur Migration in Tunesien und seinen Nachbarländern, sowie über Schiffsfahrten von Migranten über das Mittelmeer.
Walter
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17 tunesische Migranten abgeschoben. Rückkehrhilfe aus Steuermitteln

Ungelesener Beitrag von Walter » Donnerstag 7. Februar 2019, 14:49

Ein Flugzeug mit 17 tunesischen Migranten landete am Mittwoch, 6. Februar 2019, am Flughafen Enfidha-Hammamet.
Drei der abgeschobenen Migranten wurden sofort nach ihrer Ankunft verhaftet, die anderen durften gehen.

Das deutsche Innenministerium hat bekannt gegeben, dass in den ersten elf Monaten des Jahres 2018 318 Tunesier,
534 Algerier und 665 Marokkaner ausgewiesen wurden, während 266 Algerier, 53 Marokkaner und 67 Tunesier
freiwillig in ihre Länder zurückkehrten.

Rückkehrprämien für Migranten.

Seit Februar 2017 gibt es das neue Rückkehrprogramm „Starthilfe Plus“ für Flüchtlinge. Wer auf ein Asylverfahren
verzichtet und freiwillig ausreist, wird mit 1.200 Euro honoriert, wer gegen einen Asylbescheid nicht klagt, soll 800 Euro bekommen.
Prämien gestaffelt

Die Prämien sind gestaffelt. Jeder Flüchtling über dem Alter von zwölf Jahren soll 1.200 Euro erhalten, wenn er noch
vor der Zustellung des Asylbescheids verbindlich zusagt, freiwillig das Land zu verlassen. Die Hälfte der Fördersätze
ist für Kinder unter zwölf Jahren vorgesehen.

Zusätzlich ist für Familien mit mehr als vier Angehörigen ein Zuschlag in Höhe von 500 Euro vorgesehen.
Eine Bonuszahlung von 800 Euro erhalten diejenigen, die nach dem Erhalt ihres negativen Asylbescheids
ausreisen und nicht gerichtlich gegen die Ablehnung vorgehen. Antragsberechtigt sind Personen aus 40 Herkunftsstaaten,
die migrationspolitisch besonders bedeutsam sind.

Auszahlung in zwei Tranchen.

Die Auszahlung der Prämien erfolgt laut Ministerium in zwei Tranchen. Die erste Hälfte des Geldbetrages wird
noch in Deutschland ausgehändigt. Die zweite Hälfte bekommen die Rückkehrer sechs Monate später im Heimatland.
Bereits jetzt wird mit dem Bund-Länder-Programm REAG/GARP1 die organisatorische und finanzielle Unterstützung
Ausreisepflichtiger gewährleistet. So werden etwa Rückreisekosten übernommen, Reisebeihilfen gewährt oder eine
Starthilfe von bis zu 500 Person ab dem Alter von zwölf Jahren gewährt.

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