Kein Geld - tunesisches Präsidentenflugzeug bleibt am Boden

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Rolf
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Kein Geld - tunesisches Präsidentenflugzeug bleibt am Boden

Ungelesener Beitrag von Rolf » Dienstag 14. Januar 2020, 01:46

Der Präsident Tunesiens, Kais Saed, der für seine eher sparsame politische Lebensführung bekannt ist (er lehnt es ab, im Präsidentenpalast zu wohnen und fährt stattdessen täglich von seinem Privat-Haus aus zur "Arbeit"), ist zur Trauerfeier zum Tode des Sultans Qabus ibn Sa'id Al Sa'id im Oman nicht mit dem Präsidentenflugzeug, sondern mit einer ihm von Tunisair zur Verfügung gestellten Linienmaschine geflogen.

Da hierzu verwunderte Fragen gestellt worden waren, wies die nationale tunesische Fluggesellschaft TunisAir, darauf hin, daß dies nicht die Entscheidung des Präsidenten gewesen sei. Er hätte die Präsidentenmaschine vielmehr deshalb nicht benutzen können, weil sie seit einer Woche nicht mehr starten dürfe, da das regelmäßige Wartungsintervall überschritten worden sei.
Das Wartungsintervall sei überschritten worden, weil TunisAir die Kosten dafür, etwa 3,5 Millionen US-Dollar, nicht zahlen konnte. Der TunisAir-Sprecher bat den tunesischen Staat die Kosten für die Wartung zu übernehmen, um durch den derzeitigen Mißstand nicht das Amt des tunesischen Präsidenten zu beschädigen.

Über TunisAir wird in der tunesischen Presse seit geraumer Zeit berichtet, daß ihre Flüge teils um Stunden verspätet sind oder ganz ausfallen, entweder weil nicht genügend Flugbesatzungen zur Verfügung stehen oder Flugzeuge defekt sind bzw. nicht starten dürfen.

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