Migranten: Nordafrika sagt Nein zu Sammellagern

Nachrichten zur Migration in Tunesien und seinen Nachbarländern, sowie über Schiffsfahrten von Migranten über das Mittelmeer.
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Walter
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Migranten: Nordafrika sagt Nein zu Sammellagern

Ungelesener Beitrag von Walter » Donnerstag 5. Juli 2018, 15:19

Wie Medien berichten, wollen zum gegenwärtigen Zeitpunkt viele Mittelmeeranrainer keine Auffanglager für Flüchtlinge einrichten

Das gilt für Tunesien, Libyen, Marokko, Ägypten, Algerien

Tunesische Auffanglager, wurden von Frau Merkel bereits im Februar 2017 erstmals erörtert.
Eine Reaktion erfolgte prombt: Ein klares - mit uns nicht- kam von der tuneschischen Regierung.



Quelle:

http://www.spiegel.de/politik/ausland/f ... 16611.html

Walter
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Re: Migranten: Nordafrika sagt Nein zu Sammellagern

Ungelesener Beitrag von Walter » Sonntag 2. September 2018, 11:37

Ein Auszug aus der "Telepolis"


"Migranten, die in europäische Länder wollen, werden nicht verfemt,
sondern unterstützt, wie sich am Verhalten der tunesischen Küstenwache zeigt."


Migranten: Tunesien unter Druck der EU

Andere Wahrnehmungen:

Allein dass die Migranten den Vorw urf der Folter, der Vergewaltigungen und anderer Qualen in den Lagern
in Libyen wiederholen, ist schon ein klares Zeichen dafür, dass hier nichts erledigt ist. Die italienische
Positionierung legt eine neuralgische Stelle der EU offen. Angesichts dessen, dass das Migrationsthema
eine ziemliche politische Wucht entfaltet, ist Feuer unter dem Dach der behäbigen, etwas weltfernen Amtsträger in Brüssel.


"Rote Linien"

Es gebe "rote Linien", heißt es von der tunesischen Regierung, gemeint ist ein Kontrollverlust. Man befürchtet,
wie der Le-Monde-Afrika-Korrespondent Frédéric Bobin aus Tunis berichtet, dass es durch diese Zentren einerseits
eine Sogwirkung gibt und anderseits "Spannungen", gleichbedeutend mit unerwünschtem Ärger. Man habe jetzt
schon Schwierigkeiten damit, dass die sozialen Leistungen für die Bevölkerung nicht ausreichen.

In Tunesien wie auch in anderen nordafrikanischen Ländern wird die europäische Perspektive auf die Migranten
nicht übernommen, es gibt einen anderen Blick. Migranten, die in europäische Länder wollen, werden nicht verfemt,
sondern unterstützt, wie sich am Verhalten der tunesischen Küstenwache zeigt.

Die Zahlen, die in einem Bericht der in Afrika basierten Organisation Institute for Security Studies (ISS) zur Migration
aus Tunesien erwähnt werden, zeigen, dass die Wächter Migranten durchlassen. Es gebe eine "inoffizielle Toleranz", so der Bericht.

Laut Le Monde gibt es in Tunesien vor allem eine Zivilgesellschaft, die der Regierung auf die Finger schaut, wenn es um
Menschen- und Bürgerrechte geht, und die Einstellung gegenüber Migranten, die laut dem eben erwähnten ISS-Bericht in
aller Regel und überwiegend aus Tunesien, das - noch - kein Transitland sei, stammen, ist so, dass sich auch die Familien
und der Staat zuhause etwas davon verspricht.

Allerdings steht es wirtschaftlich in Tunesien ganz und gar nicht besonders gut. Das ist laut Le Monde der Ansatzpunkt
der Europäer. In einigen Aspekten funktioniert der schon. Die Zahlen der Migranten, die aus EU-Ländern zurückgeschickt
werden und in Tunesien wieder aufgenommen, sollen laut Le Monde gestiegen sein. Das werde aber in aller Diskretion
so gehandhabt. (Thomas Pany)


Quelle:
https://www.heise.de/tp/features/Migran ... 53070.html

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