Wohin driftet Tunesien?

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Walter
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Wohin driftet Tunesien?

Ungelesener Beitrag von Walter » Dienstag 4. September 2018, 13:27

Das sollte zu denken geben.

Auszug aus der Veröffentlichung

Das Eins-zu-eins-Institut veröffentlichte am Montag, den 3. September 2018, die Ergebnisse des Afrobarometers
für Demokratie in Tunesien, einer Umfrage, die in der Zeit vom 1. April bis 5. Mai 2018 über eine Stichprobe von
1200 Personen durchgeführt wurde die 24 Gouvernorate umfasste.
Dies zeigt, dass 29% der Befragten Tunesien für ein nicht-demokratisches Land halten, verglichen mit nur
14% im Jahr 2015, und 6 von 10 betrachten Tunesien als " nicht-demokratisches Land " oder " demokratisches
Land" zu strukturellen Problemen ". Darüber hinaus gaben
51% der Befragten an, dass sie in Tunesien entweder " unzufrieden " oder " völlig unzufrieden " mit der Demokratie sind.

Die Umfrage ergab auch, dass die Zahl der Tunesier, die Demokratie bevorzugen, stark zurückgegangen ist,
von 71% im Jahr 2013 auf 46% im Jahr 2018.

Die Umfrageergebnisse zeigten auch, dass 29% der Tunesier die Idee unterstützen, dass das Regierungssystem vom Islam inspiriert ist,
26% denken, dass es für religiöse Männer besser wäre, öffentliche Positionen im Staat zu bekleiden
25% sind der Meinung, dass Demokratie im Widerspruch zu den Prinzipien des Islam steht.

Laut derselben Umfrage glauben 22% der Befragten, dass Nicht-Muslime in einem muslimischen Land weniger politische Rechte
genießen sollten und 54% der Tunesier bevorzugen, dass das Land zivilrechtlichen Gesetzen unterliegt.


58% der Tunesier unterstützen die Rechenschaftspflicht der Regierung, während nur 41% den politischen Pluralismus befürworten.
Bezugnehmend auf die ersten drei Probleme, mit denen das Land konfrontiert ist, zitierten die Befragten zuerst das Management der Wirtschaft, 58%, die Arbeitslosigkeit zweitens auf 37% und die Korruption drittens mit 22%.

In Bezug auf die Wirtschaft glauben 79% der Tunesier, dass das Land auf der falschen Spur ist und 72% beschreiben
die wirtschaftliche Situation als schlecht oder sehr schlecht.


Quelle:

https://africanmanager.com/12_le-terrib ... ment-lire/

Walter
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Re: Wohin driftet Tunesien?

Ungelesener Beitrag von Walter » Samstag 8. September 2018, 13:13

Tunesien tut sich schwer den gangbaren Weg aus der Misere zu finden.
Auf der einen Seite möchte man sich dem Westen öffnen, auf der anderen Seite
stehen meiner Meinung nach gemäßigte Fundamentalisten einer offenen Gesellschaft im Weg.

Wie sich das äußert? Hier nur drei Beispiele:

Die Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch (HRW) verurteilte am Donnerstag 08.09.2018 in einer Erklärung
die Position der Ennahdha - Bewegung, die den Grundsatz der Gleichheit in der Erbschaft zwischen Männern und Frauen
ablehnt.
Hintergrund- das Erbschaftsrecht soll dahingehend geändert werden, das Frau wie mann etc zu gleichen teilen Erbberechtigt sind.

Anmerkung:
Human Rights Watch (HRW) übersieht grundlegende Tatsachen. Im Koran ist die Stellung der Frau festgeschrieben.
Danach ist die Frau zweitrangig. So steht es geschrieben.

oder
der Homosexuellenparagraph soll nach dem Willen des Staatspräsidenten Beji Caid Essebsi abgeschaft bzw gemildert werden.

Auch dort gibt es Widerstand. Quelle: Wikipedia

Ansichten der Scharīʿa

Der Koran enthält keine explizite rechtliche Diskussion der Homosexualität. Einer Minderheit der Koranausleger zufolge bezieht sich Sure 4, Vers 15, wo von einer „schändlichen Tat“ (fāḥiša) die Rede ist, auf sexuelle Akte zwischen Frauen, der folgende Vers 16 entsprechend auf Sex zwischen zwei Männern:

„(15) Gegen diejenigen von euren Frauen [Plural], die eine schändliche Tat begehen, müsst ihr vier von euch als Zeugen haben. Wenn sie es bezeugen, dann haltet sie [die Frauen, Plural] in den Häusern fest, bis der Tod sie abberuft oder Gott ihnen einen Ausweg verschafft. (16) Und die beiden [Dual], die es von euch begehen, fügt beiden Ungemach zu. Wenn sie [Dual] dann bereuen und sich bessern, so lasst ab von ihnen [Dual]. Siehe, Gott ist vergebend und barmherzig.[3]“
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Quellen berichten, das durch die wilden Streiks, dem Staat, damit der Allgemeinheit, jedes Jahr fast 1Milliarde Dinar
Steuereinnahmen verloren gehen.

Dies sind nur drei Aspekte einer ganzen Reihe von Widerständen die die gegenwärtige Politik zu lösen hat.

Walter
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Re: Wohin driftet Tunesien?

Ungelesener Beitrag von Walter » Freitag 14. September 2018, 16:27

Ennahdha will wieder an die Macht

Ennahdha-Führer Abdelhamid Jlassi sagte am Dienstag, dass seine Partei die Frage seiner Kandidatur
für die nächsten Wahlen noch nicht entschieden habe. Jedoch sagte er in einer Aussage zu Shems fm,
dass "Rached Ghannouchi alles hat, um in obersten Posten mitzumischen.

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